Pflege

Wie wir arbeiten

Die interprofessionelle Wund AG

Die interprofessionelle Wund AG widmet sich der Umsetzung eines professionellen Wundbetreuungsmanagements. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Qualitätssicherung und Qualitätsförderung. Unsere Zusammenarbeit und enge Abstimmung mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten und den Experten im Pflegemanagement ist unser Erfolgsfaktor.

Die Wund AG setzt sich aus Ärzten und Pflegepersonen aus verschiedenen Bereichen des Krankenhauses zusammen und stützt sein Wissen auf speziell ausgebildete "zertifizierte Wundmanager". Jedes Teammitglied ist somit Ansprechperson im Bereich der Wundversorgung für das gesamte Haus und speziell für seine Station und sorgt im Rahmen der täglichen Pflege, bei Teamsitzungen und in der Innerbetrieblichen Fortbildung für Wissensvertiefung und Wissensweitergabe.
Als Ziel setzt sich das spezielle Wundbetreuungsmanagement eine fachgerechte, ganzheitliche, den Bedürfnissen des Patienten angepasste Anleitung, Unterstützung bzw. Behandlung von Wunden. Besonders wichtig ist diese Form der Betreuung bei schwer heilenden Wunden, wie z.B. im Fall von Dekubitus oder Ulcus Cruris. Auch die Förderung der Wundheilung bei Hautdefekten gehört zu den Hauptaufgaben des speziellen Wundmanagements.

Um die Maßnahmen zur Wundbehandlung im Sinne der Qualitätssicherung einheitlich in allen Bereichen des Krankenhauses durchführen zu können, ist die interprofessionelle Erstellung und Umsetzung von Standards, Richtlinien und Empfehlungen für das Wundmanagement eine wichtige Aufgabe der Arbeitsgruppe. Durch die laufende Information über neue Produkte und Behandlungsmethoden in der Wundversorgung fungieren die Mitarbeiter des Arbeitskreises als Ansprechpartner für das interprofessionelle Team rund um die Patientinnen und Patienten.

Kinästhetik

Leiterin

Helene Heinen
Helene Heinen

Kinaesthetics-Trainerin
Pflegeberaterin

Sprechstunde: 
nach Vereinbarung

Tel.: 0211 2800-3491
Fax: 0211 2800-978

Kinästhetik heißt übersetzt "Die Lehre von der Bewegungsempfindung oder der Bewegungswahrnehmung".

Kinästhetik wird im Zusammenhang mit dem Begriff Pflege als eine menschenwürdige Form der Interaktion zwischen Pflegenden und Patienten gesehen. Basis der gemeinsamen Arbeit sind die Kommunikationsmittel Berührung und Bewegung, verbale und non - verbale Kommunikation. Es geht nicht darum den Kranken oder Behinderten passiv durch Techniken und Methoden zu versorgen, sondern mit Hilfe von Bewegungswissen ihm ein ganzheitliches Körpergefühl zu geben und ihn aktiv zu beteiligen.

Die pflegerische Anwendung von Kinästhetik

Kinästhetik vermittelt die Fähigkeit, Bewegung und Bewegungsempfindung als Mittel der Arbeit mit pflege- und unterstützungsbedürftigen Menschen einzusetzen. Pflegende sind hauptsächlich damit beschäftigt, Menschen in ihren Aktivitäten des täglichen Lebens zu unterstützen; dazu gehört zum Beispiel Essen, Trinken, Ausscheiden und vor allem die Mobilisation. Vielfach wird der Ausdruck Mobilisation in sehr engem Sinne verstanden.

Mobilisation beinhaltet große und vor allem aber auch kleine feinartikulierte Bewegungen, die dem Betroffenen helfen, seinen Körper durch eigene Bewegung zu erfahren; dadurch werden seine Körperorientierung und vor allem seine Vitalfunktionen gefördert. Wir verstehen unter Mobilisation, einem Menschen zu helfen, die nötigen Ressourcen zur Entwicklung und Erhaltung der eigenen Gesundheit und der bestmöglichen Selbständigkeit zu entdecken und zu nutzen. Pflegende sollen Menschen helfen, ihren Körper zu mobilisieren, mit dem Ziel, diese Mobilisation gesundheitsfördernd zu gestalten. Dafür ist es wichtig, dem betroffenen Menschen die Kontrolle des eigenen Gewichtes zu ermöglichen – ihn also nicht zu heben. Kinästhetik vermittelt ein einfaches, jedoch fundiertes Verständnis der anatomischen Eigenschaften des menschlichen Körpers; das Gewicht eines Menschen kann bewegt werden ohne Heben oder Tragen; der körperliche Kraftaufwand reduziert sich dadurch entscheidend.

Kinästhetik gehört daher zu den Praeventivmaßnahmen gegen Rückenprobleme in den Pflegeberufen.

Kinästhetik ist ein, von vielen Kranken – und Pflegekassen sowie der Berufsgenossenschaft, anerkanntes Handlungskonzept um Gesundheitsschäden des Skelettes und der Muskulatur bei Pflegenden zu verhindern oder zu vermindern.

Die Mitarbeiter des Krankenhaus Gerresheim werden von einer ausgebildeten Trainerin für Kinästhetik geschult und in ihrer Pflegearbeit unterstützt und beraten. Am Krankenhaus Gerresheim finden regelmäßig Kinästhetik-Kurse statt; an diesen Kursen können auch Angehörige von kranken, behinderten oder bewegungseingeschränkten Menschen teilnehmen.

Die Kranken- bzw. die Pflegeversicherung übernimmt häufig die Kosten (vorher immer Rücksprache mit der Kranken - / Pflegeversicherung nehmen !! ). Angehörige, deren Patienten im Krankenhaus Gerresheim stationär behandelt werden, können sich von der Kinästhetiktrainerin beraten und anleiten lassen damit sie Ihre Angehörigen nach der Entlassung zu Hause leichter pflegen und unterstützen können.