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Leistungen & Operationen

In unserer Frauenklinik bieten wir Leistungen und Operationen zu allen Teilbereichen der Gynäkologie an. Einen kleinen Auszug hieraus sehen Sie nachfolgend. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wenn sie eine Leistung oder Operation, die Sie in Anspruch nehmen möchten, hier in unserem Katalog nicht wiederfinden.

Einen besonderen Schwerpunkt unserer Abteilung bildet die minimal-invasive Chirurgie (sog. Schlüsselloch-Chirurgie). Nähere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie nachfolgend.

  • Minimal-invasive Chirurgie / Endoskopie

    Die endoskopischen Operationsverfahren bieten in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend die Möglichkeit althergebrachte Operationsverfahren der klassischen offenen Chirurgie durch sich ständig verbessernde Operationstechniken und verfeinerte Instrumente, minimalinvasiv durchführen zu können. Seit den ersten endoskopischen Organentfernungen in den 60-er Jahren übernehmen die minimalinvasiven Operationsmethoden besonders in der Frauenheilkunde in vielen Bereichen operative Schwerpunkte, die bislang den offenen Operationsverfahren vorbehalten waren wie z. B  Gebärmutterentfernungen oder Myomenukleationen. In anderen Bereichen haben die endoskopischen Verfahren die traditionellen Techniken bereits fast völlig abgelöst (z.B. diagnostisch Operationen, Eingriffen bei gutartigen Eierstockerkrankungen, Problemen bei Verwachsungen).

    Neben den abdominalen (Bauch-) Eingriffen ist es auch möglich nicht nur diagnostische sondern auch operative Eingriffe in der Gebärmutter schonender und mit weniger Beschwerden durch die Scheide durchzuführen (diagnostische / operative Hysteroskopie). Hierbei werden von der Entfernung von Polypen und Myomen bis hin zur Abtragung des Endometriums (Endometriumablation) eine Vielzahl von Eingriffen durch die Scheide und den Gebärmutterhals erledigt ohne dass überhaupt irgendein Bauchschnitt erfolgen muss.

    Die Frauenklinik des Gerresheimer Krankenhauses bietet Ihren Patientinnen im Bereich der minimalinvasiven Operationsverfahren ein breites Spektrum endoskopischer Operationsverfahren an. Die Endoskopie (Schlüssellochchirurgie) ist eine der Schwerpunkte der Abteilung. Durch sie ist es zum einen möglich große Bauchschnitte und damit verbundene Schmerzen zu minimieren, zum anderen werden Narben so klein wie möglich gehalten, um auch ästhetische Anforderungen zu erfüllen. Moderne bildgebende Verfahren ermöglichen es hierbei, besondere Befunde bzw. einzelne Abschnitte der Eingriffe zu archivieren und bei Bedarf auszudrucken. Hiermit ist es leichter möglich dem Patienten bei der Besprechung der Eingriffe die Gegebenheiten während der Operation zu erklären und die durchgeführten Schritte des Eingriffs zu veranschaulichen.

Folgende Leistungen können Sie neben anderen Operationen und Verfahren in unserer Klinik in Anspruch nehmen.

  • Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien)

    Waren lange Zeit die zwei klassischen Operationstechniken der vaginalen bzw. abdominalen Hysterektomie Standard in der Gynäkologie, so ergaben sich mit Einführung der Endoskopie zahlreiche weitere Optionen die Gebärmutter ganz oder auch nur den Gebärmutterkörper zu entfernen. Bei der so genannten LASH-OP (laparoskopische suprazervikale Hysterektomie) wird nur der obere Teil der Gebärmutter endoskopisch abgetragen und entfernt. Bei der Entfernung selbst großer Gebärmutter aus dem Bauchraum muss kein langer Bauchschnitt durchgeführt werden.  Diese Methode wird hauptsächlich dann eingesetzt wenn z.B. Blutungsstörungen oder Myome Beschwerden bereiten. Der Gebärmutterhals bleibt hierbei erhalten und damit seine zentrale Funktion bei der Integrität des Beckenboden bestehen. Bei der TLH-OP (totale laparoskopische Hysterektomie) wird die Gebärmutter komplett (mit Gebärmutterhals) endoskopisch entfernt. Diese Methode kommt immer dann zum Einsatz, wenn Notwendigkeiten bestehen auch den Gebärmutterhals mit zu entfernen (z.B. auffällige Befunde, die sich am Gebärmutterhals im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen  ergeben) oder die Patientin dies wünscht.

    Eine Kombination von endoskopischer und vaginaler Hysterektomie stellt die LavH-OP (Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie) dar. Bei dieser Methode wird die Operation zunächst endoskopisch begonnen und der obere Teil der Gebärmutter von seinem Halteapparat im Becken gelöst. Hierbei können auch gleichzeitig eventl. Verwachsungen, die durch Voroperationen entstanden sind oder Zysten an den Eierstöcken sicher entfernt werden. Die weiteren Schritte des Eingriffs werden dann von vaginal her durchgeführt.

  • Myomentfernungen

    Myome (gutartige Muskelknoten) sind häufige Gründe für zahlreiche Beschwerden in der Frauenheilkunde. Blutungsstörungen, Schmerzen im Unterbauch und Rücken bis hin zum Fremdkörpergefühl bei großen Myomen sind nur einige Erscheinungen, die Myome hervorrufen können. Oftmals sind sie auch Gründe für nicht erfüllten  Kinderwunsch. In den meisten Fällen können diese Myome laparoskopisch aus der Gebärmutter und anschließend aus dem Bauchraum entfernt werden ohne extra einen großen Bauchschnitt durchführen zu  müssen. Selbst große Myome bzw. eine größere Anzahl von Myomen können schonend mit nur kleinen Wunden an der Gebärmutter und an der Bauchdecke operiert werden.

  • Entfernung von „Eierstockzysten“ (einfache Ovarialzysten, Dermoidzysten, Endometriosezysten) - mit Rekonstruktion des Eierstocks wenn notwendig

    Von je her war die Diagnostik und Behandlung von Eierstockzysten Schwerpunkt endoskopischer Operationsverfahren. Kleine Zugangswege durch die Bauchdecke sowie spezielle mikrochirurgische Instrumente ermöglichen zusammen mit dem sog. „Lupeneffekt“ der Endoskopioptiken (ein kleines Bild wird auf einem großem Bildschirm/Monitor vergrößert dargestellt) möglichst gewebeschonend und gewebeerhaltend zu arbeiten. Vor allem Im Bereich der Eierstöcke und Eileiter ist es so erst möglich organ- und funktionerhaltend zu arbeiten. Die Entfernung eines Eierstock bzw. Eileiters kann in den meisten Fällen vermieden werden. Ein unnötiger Gewebeverlust wie er noch vor wenigen Jahren oft unvermeidlich war wird so auch bei wiederholtem Operieren vermieden.

  • Entfernung von Eierstock und/oder Eileiter (Adnektomie) – auch prophylaktisch

    Sollte es einmal notwendig werden, Eierstock und/oder Eileiter zu entfernen (Adnektomie),  kann dies in der Regel durch eine Laparoskopie erfolgen.  Weniger Blutverlust (i.d.R. unter fünf  Milliliter), deutlich geringe  Schmerzen nach der Operation und eine sehr schnelle Mobilisation nach dem Eingriff sind aus medizinischer Sicht bereits sehr gute Argumente für dieses Operationsverfahren. Eine kurze Verweildauer im Krankenhaus (zum Teil erfolgen diese Eingriffe auch ambulant) sowie sehr kleine Narben nach Abschluss der Behandlung sind für viele Patientinnen ausschlaggebend sich für diese Operationstechnik zu entscheiden.

    Gerade die bessere „Verträglichkeit“ dieser Vorgehensweise ermutigt z.B. immer mehr Patientinnen nach Mammacarcinom und rezeptorpositiven Tumor dazu, sich im Rahmen der sog. „Antiöstrogentherapie“ ihre Eierstöcke prophylaktisch entfernen zu lassen, um so den Therapieerfolg noch zu verbessern.

  • Entfernung von Verwachsungen im Unterbauch nach Entzündungen und Operationen

    Mit jeder Operation oder Entzündung im Bauchraum steigt das Risiko Verwachsungen zu bekommen. Diese äußern sich oftmals erst nach Monaten und Jahren  in zum Teil immer wiederkehrenden bzw. andauernden Beschwerden und können eine sehr starke Beeinträchtigung für die Betroffenen darstellen.  Erst mit Hilfe der Endoskopie können solche Verwachsungen sicher diagnostiziert und während desselben Eingriffs entfernt werden.

    Kleinere Wunden in der Bauchdecke und bei der Entfernung der Verwachsungen reduzieren hierbei das Risiko erneut  Verwachsungen zu bekommen. Bei ausgeprägten Befunden oder immer wieder eintretenden Verwachsungen besteht zusätzlich die Möglichkeit spezielle  Medikamente bereits beim Eingriff und in der ersten Wundheilungsphase einzusetzen und so prophylaktisch Adhäsionen entgegen zu wirken.

  • Abklärung und Behandlung von Entzündungen im Bereich der Gebärmutter, Eierstock und Eileiters - Entfernung von Abszessen im kleinen Becken

    Neben der klinischen Untersuchung und der Bestimmung der Entzündungswerte ist die Bauchspiegelung eine der Säulen bei der Diagnostik und Behandlung von Entzündungen im Unterleib. Erst durch die Bauchspiegelung ist es möglich Art und Umfang einer Entzündung  zu bestimmen. Gleichzeitig kann eine Mitbeteiligung von Nachbarorganen abgeklärt bzw. mitbehandelt werden (beispielweise eine Mitbeteiligung  des Blinddarms bei Eierstocks-/Eileiterentzündung).  Abstriche für die Identifizierung  der auslösenden Keime können „vor Ort“  entnommen werden, Bereits einsetzende Verwachsungen im Frühstadium entfernt werden.  Ist es bereits zu einem Abszess im Unterbauch gekommen wird dieser entweder drainiert (eröffnet und der Inhalt entfernt) oder – wenn möglich – komplett entfernt.

  • Abklärung und Behandlung von Endometriose

    Endometriose ist eine Erkrankung bei der sich Anteile der Gebärmutterschleimhaut an/in anderen Organen außerhalb der Gebärmutterhöhle  wiederfinden lassen. Theoretisch ist dies überall im Körper möglich. Sie findet sich jedoch überwiegend im Unterbauch bzw. den Unterbauchorganen wieder. Hier führt die Endometriose  oftmals  jahrelang unerkannt zu immer wieder zyklusabhängigen lokalen Entzündungen. Von zystischen Endometrioseherden bis zu schwersten Verwachsungen reit das Spektrum der Erscheinungen. Für die Patientin fast immer mit großen Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensqualität verbunden. Haben Endometrioseherde erst einmal eine Größe von Zysten erreicht werden sie nach der Erkennung im Ultraschall in der Regel operativ saniert. Kleine Herde, die sich der Sonographie noch entziehen,  bzw. Verwachsungen, die mit bildgebenden Verfahren überhaupt nicht darstellbar sind, führen regelhaft zu jahrelangen  Leidenswegen und immer wieder nur zur Behandlung der Symptome mit Schmerzmitteln. Hier wird immer wieder erst durch eine Laparoskopie die richtige Diagnose gestellt  und eine gezielte Therapie eingeleitet.

  • Abklärung und Behandlung von andauernden Schmerzen im Unterbauch

    Viele Patientinnen „quälen“ sich oftmals über Jahre mit andauernden bzw. immer wiederkehrenden Beschwerden und oftmals stärksten Schmerzen ohne das eine eindeutige Diagnose gestellt und eine darauf resultierende suffiziente Therapie erfolgen kann.  Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln ist häufig die einzige Möglichkeit zumindest die Symptome erträglicher zu gestallten. Die Konsultation von mehreren Ärzten aus einem oder auch verschiedenen Fachbereichen hat bisher zu keinem Erfolg  geführt. In solchen Fällen sollte eine diagnostische Bauchspiegelung nach Durchführung aller nichtinvasiven Diagnoseverfahren auf jeden Fall in Erwägung gezogen werden.

    Unabdingbar für eine konsequente  Planung  der diagnostischen Schritte ist hierbei eine Vorstellung in einer Spezialsprechstunde.  Nach einer eingehenden Anamnese und Untersuchung und unter Hinzuziehung eventl. bereits erhobener Untersuchungsergebnisse wird das weitere Vorgehen in der Diagnostik und ggf. auch der Therapie für die einzelne  Patientin gezielt  erarbeitet und in einen ausführlichen Dialog mit Patientin und niedergelassenen Gynäkologin/-en durchgeführt.

  • Diagnostik und Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch

    Einzunehmenden Stellenwert  in der Diagnostik und Therapie des unerfüllten Kinderwunsches stellt in den letzten Jahren die Endoskopie dar. Dauerte es in den 90-er Jahren es noch zwischen 2-3 Jahre bis die Ursache eine Infertilität diagnostiziert war und eine mögliche Therapie eingeleitet wurde,  so können wir heute bereits nach kurzer Zeit Gründe der Kinderlosigkeit erkennen oder aber auch ausschließen. Neben der reinen Diagnostik (z.B. Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit –Chromopertubation -) verhilft uns die moderne Endoskopie dazu oft direkt in gleicher Sitzung Probleme zu beseitigen bzw. Art und Umfang weiterer - zum Teil auch operativer - Schritte exakter festzulegen und zu planen. Hierbei helfen die bildgebenden Verfahren dabei, der Patientin spezielle Problematiken ihres Befundes anhand von Bilder zu erklären und zu veranschaulichen.

  • Diagnostik und Behandlung bei Eileiterschwangerschaften

    Die Eileiterschwangerschaft war vor Einführung der Endoskopie eine der gefürchtetsten akuten Erkrankungen in der Frauenheilkunde und führte beim Verdacht hierauf fast regelhaft zum Eröffnen des Bauchraums durch einen Leibschnitt, da bei Nichtbehandlung  der Patientin zum Teil dramatische Konsequenzen drohten. Auch heute noch stellt sie ein sehr ernstes Ereignis dar hat jedoch einen Teil ihrer Schrecken verloren, da sie durch sich stetig verbessernde Ultraschalldiagnostik früher erkannt und mittels Bauchspiegelung weniger traumatisch operiert werden. Gerade durch die Endoskopie ist es zunehmend möglich,  immer häufiger den betroffenen Eileiter nicht sofort zu entfernen und so für weitere Schwangerschaften zu erhalten. Auch wenn heute noch nicht alle Eileiter bewahrt werden können so ermöglichen uns immer besser werdende Operationsverfahren und ständig verbesserte Instrument (z.B.  2,8 mm - Instrumente gegenüber herkömmlichen  5,0 mm – Instrumenten) mehr und mehr Eileiter zu erhalten.

  • Diagnostik und Behandlung bei Fehlbildungen im Bereich von Gebärmutter, Eierstock und Eileiters

    Gebärmutter, Eierstock und Eileiter durchwandern  während ihrer Entstehung zahlreiche Entwicklungsschritte bis zur vollkommenen Ausbildung des endgültigen Organs. Hierbei kann es an mehreren Stellen zu Abweichungen vom ursprünglichem „Bauplan“ kommen. Neben den bildgebenden Verfahren von MRT (Magnetresonanztomographie) und CT (Computertomographie) sowie den immer hochauflösenden Ultraschallgeräten stellt die Endoskopie eine tragende Säule bei der Diagnosestellung und im weiteren Verlauf auch bei der Therapie von Fehbildungen in diesem Bereich dar.  Nur die Endoskopie bietet die Möglichkeit  z.T. komplexe Befunde abschließend zu beurteilen, um sie dann einer gezielten Therapie zuführen zu können. Wie bei allen ursprünglich offenen Verfahren übernimmt auch bei der Therapie der Fehlbildungen in diesem Bereich die Endoskopie zunehmend Felder der klassischen Chirurgie. Bestimmte Krankheitsbilder können seit je her erst mit Einführung der Endoskopie so schonend operiert werden, das eventl.  beim offenen Operieren auftretenden negativen Nebeneffekte nicht mehr auftreten.

  • Sterilisationen

    Die Durchführung von Sterilisationen wird seit Jahren in unserem Haus endoskopisch durchgeführt. Durch die minimalinvasive Operationstechnik  ist es möglich, dass dieser Eingriff ambulant erfolgen kann, d.h.  sie kommen an einem Vormittag und können noch am gleichen Nachmittag wieder nach Hause entlassen werden. Die notwendigen Nachkontrollen erfolgen durch die/den niedergelassene/n Frauenärztin/-arzt. Lediglich für die präoperativ zu erledigenden Formalien müssen sie wenige Tage vor dem Eingriff für ca. 2 Stunden in unserer gynäkologischen Ambulanz vorstellig werden.

  • Diagnostische Gebärmutterspiegelungen (Hysteroskopie)

    Bei einer Vielzahl von Erkrankungen der Gebärmutter ist es notwendig, neben einer detaillierten Ultraschalluntersuchung, zusätzliche Information aus der Gebärmutter zu bekommen. Hierbei hilft oftmals erst der „Blick in die Gebärmutter“  Dinge eindeutig zu erkennen, die zuvor nur als Umrisse während einer Ultraschalluntersuchung zu erkennen waren. Myome in der Gebärmutterhöhle sind gegenüber Polypen der Gebärmutterschleimhaut abzugrenzen; Veränderungen der die Gebärmutter auskleidenden Innenschicht sind zu beurteilen, Verwachsungen in der Gebärmutter (sog. Synechien) überhaupt nur durch eine Gebärmutterspiegelung zu diagnostizieren. Bei unerfülltem Kinderwunsch gehört die Hysteroskopie ebenso zum Diagnostikstandart  wie bei der Abklärung jedweder Blutungsstörung.  Bei der Gebärmutterspiegelung wird durch die Scheide der Zugang zur Gebärmutter (Gebärmutterhals) auf gedehnt und danach mit einer ca. bleistiftdicken Optik sondiert. Mit Hilfe einer Spüllösung enfalltet sich dann die Gebärmutterhöhle und man kann deren Inneres betrachten. Bei auffälligen Befunden können Bilder von diesen erstellt werden, die bei der Planung eventuellnotwendiger Folgeeingriffe  hilfreich sind. In der Regel erfolgt die Durchführung dieses Eingriffs unter ambulanten Bedingungen und wird oftmals mit anderen Eingriffen wie z.B. einer Ausschabung (Abrasio)oder aber auch mit einer Chromopertubation (Durchspülung der Eileiter mit einer Farblösung)kombiniert.

  • Abklärungen und Behandlung von Blutungsstörungen/ Blutungen vor und nach den Wechseljahren

    Eine der häufigsten abklärungsbedürftigen Befunde in der Frauenheilkunde sind Blutungsstörungen, die sowohl vor, während und nach den Wechseljahren auftreten können. Neben einer Ausschabung, die fast immer zur Sicherung der Diagnose benötigt wird, kommt eine diagnostische Gebärmutterspiegelung fast immer zum Einsatz. Dieser Zusatzeingriff, der nur wenige Minuten dauert, ist oft hilfreich, um sich ein klareres Bild von den Abläufen in der Gebärmutter zu machen.

  • Operative Gebärmutterspiegelungen mit Entfernung von Polypen oder Myomen im Bereich der Gebärmutterhöhle; Abtragungen von Verwachsungen (Synechien) in der Gebärmutterhöhle

    Neben dem  rein diagnostischen Einsatz der Hysteroskopie ist es heute möglich eine Vielzahl von kleineren Eingriffen in der Gebärmutter  durch die Scheide durchzuführen. Eine Eröffnung der Gebärmutter von außen - womöglich im Zusammenhang mit einem Bauchschnitt bzw. einer Bauchspiegelung - kann oftmals vermieden werden. Je nach Lage und Größe kann man gutartige Neubildungen der Gebärmutterhöhle (z.B. Myome) schonend und ohne großen Blutverlust durch die Scheide entfernen.

    Sollten Verklebungen/Verwachsungen zu Beschwerden bei  z.B. der Periode führen, sind Synechien Ursache für eine eventuelle  Kinderlosigkeit kann eine operative Entfernung durch die Scheide helfen Beschwerden zu beseitigen bzw. die Möglichkeit wieder eröffnen schwanger zu werden.

  • Abtragung der Gebärmutterschleimhaut ( z.B. bei starken Blutungen)

    Blutungsstörungen sind einer der häufigsten Gründe für die Entfernung der Gebärmutter. Sind andere (krankhafte Gründe) ausgeschlossen bietet die Abtragung der Gebärmutterschleimhaut (Ablatio) eine Alternative zur Organentfernung. Bei dieser Methode wird im Rahmen einer operativen Gebärmutterspiegelung die Schleimhaut in der Gebärmutter abgetragen und somit die Ursache für z.B. überstarke Blutungen entfernt. In über 70-80 % der Fälle bleibt nach dem Eingriff die Periodenblutung entweder völlig aus oder ist soweit abgeschwächt, dass die Patientin diese gut toleriert. Da die Gebärmutterschleimhaut die Fähigkeit hat sich wieder zu regenerieren (dieser Vorgang dauert im Schnitt 5-7 Jahre)empfiehlt sich diese Methode vor allem für Frauen, die Blutungsprobleme im Rahmen der Wechseljahre haben und bei denen von daher auszugehen ist, dass in den nächsten 1-5 Jahren die Periodenblutung auf natürliche Wiese ausbleibt. Hier kann eine größere Operation, wie sie die Gebärmutterentfernung darstellt,  vermieden werden. Zwingend erforderlich vor einer Schleimhautabtragung ist eine diagnostische Abrasio, um auszuschließen, dass keine bösartige Erkrankung der Gebärmutter vorliegt.

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